1. Tag: Anreise von Frankfurt nach Denver

  • Reise 2005 – Land der Abenteurer
  • Tagesetappe über 6000 km
  • Bundesstaaten: Colorado
  • Örtlichkeiten: Denver

Drei Jahre. Drei lange Jahre des Wartens waren nun zu Ende. Pünktlich am 2. September morgens um 7 Uhr 30 wurden wir zum Bahnhof gefahren. Bahnhof? Ja, denn zum ersten Male fuhren wir mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen. Ich war anfangs sehr skeptisch dem gegenüber, doch verlief die Anreise problemlos. Nach der Ankunft am Flughafen begaben wir uns dann sofort zum Einchecken an den Lufthansaschalter, um wenigstens mal den schweren Koffer los zu werden. Auch waren wir gespannt auf irgendwelche Neuerungen bei der Abfertigung von USA-Flügen. Die Koffer wurden sofort in unserem dabei sein durchleuchtet. Beanstandet wurde natürlich nichts. Nun konnten wir uns in Ruhe im Terminal 2 auf den Flug vorbereiten. Die Zeit verging schnell und wir machten uns auf den Weg zu unserem Gate. Auf dem Weg dorthin wurden wir dann sogar von amerikanischen Sicherheitsbeamten kontrolliert.

Ich musste sogar meine Schuhe ausziehen, damit diese wie das Handgepäck auch, durchleuchtet werden konnten. Aber auch diese Hürde wurde geschafft. Pünktlich wurden wir dann ins Flugzeug gelassen und es konnte endlich losgehen. Nach dem Start wurde uns dann die ungefähre Flugroute mitgeteilt. Wir überflogen die ostfriesischen Inseln, Starvanger, Island, Grönland, Neufundland, die Hudson Bay, Minnesota, South Dakota und Nebraska.

Als ersten Service erhielten wir natürlich die obligatorischen Getränke Sekt und Bier sowie eine Tüte mit Salzgebäck. Tradition verpflichtet eben. Als wir dann nach dem überfliegen der Nordsee wieder in Richtung Festland flogen, sahen wir unter uns viele weiße Punkte im Wasser schwimmen. Dies waren Packeisbrocken, die hier vor der Küste in Unmengen herumschwammen. Allerdings waren auch größere dabei, die man schon als Eisberge bezeichnen kann. Ungefähr drei Stunden vor der Ankunft in Denver wurden dann die Einreiseformulare ausgeteilt, die man dann ausfüllen muss und am Zoll vorzulegen hat.

Der Flug verlief ziemlich ruhig – bis kurz vor der Landung. Hier wurden wir dann aufgrund von Seitenwinden ganz schön durchgeschüttelt. Trotzdem war die Landung sehr gelungen und wir konnten auch relativ zügig unser Flugzeug verlassen. Sehr gespannt waren wir dann auf die Zollformalitäten, die ja seit den Anschlägen in New York einiges Neues gebracht haben. Entsprechend groß war dann auch die Schlange an den Schaltern. Zum Glück wurden wir von sehr freundlichen Herren empfangen, die uns dann halfen, den richtigen Schalter zu benutzen. Hier wurden dann die Einreisepapieren überprüft und es wurden von jedem Zeigefinger ein elektronischer Fingerabdruck erstellt. Zudem wurde jeder mittels Webcam fotografiert. Diese Prozedur dauerte so lange, das am Gepäckband die Koffer schon in Reih und Glied standen. Wenigstens hier brauchten wir nicht zu warten.

Am Ausgang wurden wir dann wie immer von Mitarbeitern des Reiseunternehmens empfangen. Nachdem dann Alle da waren, gingen wir geschlossen zum Busparkplatz. Leider war aber kein Bus verfügbar. Nach vielen Telefonaten (was wäre die Welt ohne Handy) war es aber endlich doch soweit. Wir verstauten unsere Koffer und die Fahrt nach Denver konnte beginnen. Wir brauchten zum Hotel fast eine ganze Stunde. Der neue Flughafen von Denver liegt nämlich ziemlich außerhalb der Stadt. Hier am Hotel konnten wir dann zum ersten Male sehen, das diese Tour zeitgleich von fünf Bussen in Angriff genommen wird. So eine große Gruppe habe ich in den letzten fünf Touren noch nicht erlebt. Das darin ein gewissen Konfliktpotential schlummert war mir jetzt schon klar, doch davon später mehr. In der Lobby des Hotels trafen wir dann auch auf unsere Reiseleiterin Jutta.

Der erste Tag ging nun so langsam seinem Ende entgegen. Nach dem Bezug der Zimmer machten wir uns dann auf in Hotelbar. Diese befand sich in der obersten Etage des Hotels, so dass wir von hier aus einen schönen Ausblick auf Denver genießen konnten. Gegenüber dem Hotel befand sich ein Vergnügungspark nur Achterbahnen der unterschiedlichsten Ausführungen. Besucht haben wir den allerdings nicht. Der Tag endete mit einem Bier und mit vielen Erwartungen was die Reise anbelangte.


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