14. Tag: Von San Francisco nach Solvang

  • Tagesetappe über 555 km
  • Bundesstaaten: Kalifornien
  • Örtlichkeiten: Montrey, Carmel, 17-Mile Drive, Solvang
  • Reiseroute auf Google Maps

Das es auch an diesem Morgen etwas dunstig und nebelig war brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Immer wieder wird man an den legendären Satz des bekannten Schriftstellers Mark Twain erinnert, der einmal das Wetter in San Francisco so kommentierte: „Den kältesten Winter den ich erlebte, war der Sommer in San Francisco“. Mark Twain, hieß eigentlich eigentlich Samuel Langhorne Clemens. Er wurde am 30. November 1835 in Florida, Missouri geboren und er starb am 21. April 1910 in Redding, Connecticut. Mark Twain ist vor allem als Autor der Bücher über die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn bekannt. Am 3. Februar 1863 nutzte er erstmals das Pseudonym „Mark Twain“ und begann seine schriftstellerische Karriere. „Mark Twain“ ist ein Ausdruck aus der Seemannsprache, der „Zwei Faden“ (Wassertiefe) bedeutete und der möglicherweise ein Überbleibsel aus seinem Lebensabschnitt als Lotse ist. Ab 1864 zog Twain nach San Francisco, später wieder nach Nevada, zurück nach Kalifornien, nach Hawaii und wieder nach Nevada. Zwischenzeitlich arbeitete er ebenfalls kurzfristig als Reisekorrespondent aus Europa und dem Nahen Osten.

Nach dem Verlassen des Hotels fuhren wir wieder über die Bay Bridge in Richtung Oakland. Allerdings machten wir, wie versprochen, auf Treasure Island unseren Fotostop, der ja bei der Abendtour vorgestern ausfallen mußte. Das Abbiegen mitten auf der Brücke in Richtung Insel ist sehr schwierig, da die Ausfahrt sehr schwer zu erkennen ist. Anhand der Beschädigungen an den Wänden der Ausfahrt ließ sich erkenne, das viele Fahrer entweder zu schnell fuhren oder die Ausfahrt fast übersehen hatten. Da wir aber eine klasse Fahrerin und Reiseleiterin hatten, kamen wir sicher und ohne Spuren zu hinterlassen an.

Nach der Besichtigung ging die Fahrt dann weiter zu unserem nächsten Haltepunkt. Nach einigen Meilen auf dem Highway erreichten wir das Vormittagsziel. Die Stadt Monterey. Monterey ist eine Küstenstadt im Monterey County mit 30.300 Einwohnern. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 30,4 km² und liegt am Highway 1 zwischen San Francisco und Los Angeles. Die Stadt befindet sich auf einer Halbinsel am südlichen Ende der Monterey Bay. Im Jahr 1602 wurde die Bucht von Sebastián Vizcaíno erforscht, der sie zu Ehren des Grafen von Monte Rey, dem Vizekönig von Neuspanien, umbenannte.

Besondere Bedeutung kam dem Fang von Sardinen zu, deren Verarbeitungsbetriebe hauptsächlich entlang der Cannery Row anzutreffen waren. Heute ist die wichtigste Einnahmequelle Montereys der Tourismus.

Mitten in der Cannery Row befindet sich eine Filiale der „Bubba Gump Shrimp Company“, die durch den Preisgekrönten Film „Forrest Gump“ sehr bekannt geworden ist. Natürlich konnte ich nicht wiederstehen, und habe mir dort im Giftshop ein paar Andenken gekauft. Vor dem Laden war die bekannte Parkbank zu sehen, auf der Forrest Gump im Film seine Lebensgeschichte erzählt, während er auf den Bus wartet.

Zum Abschluss unseres Besuches in Monterey gab es in einem Coffe-Shop heißen Kaffee und Schneckenudeln. Weiter ging es dann an der Küste entlang zum bekannten 17-Mile-Drive, den wir auch bald erreichten.

Der „17-Mile-Drive“ ist eine Straße nahe Monterey, die zwischen Pebble Beach und dem Del Monte Forest (einem Zypressen-Wald) verläuft. Sie ist Anziehungspunkt vieler Touristen und befindet sich im Besitz der „Pebble Beach Company“, die für das Befahren der Straße eine Gebühr von 8,50$ erhebt.

Einen besonderen Haltepunkt auf unserer Rundfahrt erreichten wir bei der sogenannten „einsamen Zypresse“. Südlich von Monterey , im Point Lobos State Reserve am 17-Mile Drive, trotzt an einem Steilhang seit etwa tausend Jahren eine Montereyzypresse den extremen Stürmen und dem Dauerwind

Nachdem wir uns nun an Häusern, die wir wohl nie besitzen werden, satt gesehen hatten, ging die Tour weiter. Als nächstes erreichten wir die alte Missionsstadt Carmel. „Carmel-by-the-Sea“, wie die Stadt im Ganzem heißt, ist ein kleiner Küstenort an der Route Nr.1 im Steinbeck County am Südende der Monterey Bay.
Ende der 1970er Jahre war der US-amerikanische Schauspieler Clint Eastwood mehrere Legislaturperiode Ortsbürgermeister von Carmel-by-the-Sea. Auf der Mission Ranch, einem renommierten Kleinod, welche aus einer alten spanischen Mission entstanden ist, die Anfang der 1980er Jahre von Clint Eastwood erworben und renoviert wurde, kann man logieren, hervorragend dinieren und eventuell sogar den Besitzer Clint Eastwood in der Piano Bar treffen. Südlich von Carmel kommt man weiter in das Big Sur. In Carmel konnten wir die alte Mission besuchen. Leider war die Kirche für uns wegen einer Veranstaltung gesperrt – es gab gerade eine Beerdigung.

Von nun an hieß es Meilen machen auf dem Highway. Ohne weitere Pause fuhren wir bis zur Stadt King City. Hier machten wir am frühen Nachmittag Rast bei einem Mc Donald´s. Am späteren Abend erreichten wir unser Tagesziel – Solvang.

Solvang ist eine Stadt im Santa Barbara County mit ca. 5.300 Einwohnern. Sie liegt im Santa Ynez Valley, einem küstennahen Weinbaugebiet in Mittelkalifornien. Solvang („Sonniges Feld“ auf dänisch) wurde 1911 von einer Gruppe dänischer Pädagogen auf ehemaligem spanischen Missionsland gegründet. Diese errichteten dort zunächst eine Volksschule und später ein College. Durchgängig im dänischen Fachwerkhausstil gehalten, hat sich Solvang zu einer bedeutenden Touristenattraktion entwickelt. Die Stadt bietet mit dänischen Bäckereien, Restaurants und Geschäften einen Hauch Dänemark im sonnigen Kalifornien und trägt deswegen den Spitznamen „Dänische Hauptstadt von Amerika“. Darüber hinaus laden eine Reihe von Weingütern des als Weinbaugebiet recht jungen Santa Ynez Valley zur Weinprobe ein.

Am Rande der Stadt liegt die Mission Santa Ynez, welche 1804 als 19. kalifornische Mission gegründet wurde und heute ein California Historical Landmark ist. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das Missionsgebäude komplett restauriert.
In der Nähe von Solvang liegt die Neverland-Ranch von Michael Jackson.

Nach der langen Busfahrt des vorletzten Tages waren wir natürlich sehr hungrig. Wir machten uns nach dem Beziehen des Hotels also auf, um nach einem kurzen Rundgang ein Lokal aufzusuchen. Das war aber dann auch ein richtiger Volltreffer. Im „Little Mermaid“ (dt. „Kleine Meerjungfrau“) wurden wir nicht nur von Damen in dänischer Tracht bedient sondern auch sehr gut verköstigt. Da es scheinbar in Dänemark als Leibspeise gilt, gab es vor dem Hauptgericht – Steak- eine deftike Erbsensuppe. Da am Schluß auch noch die Rechnung stimmte, waren wir vollauf zufrieden. Nach einem nochmaligen Vertreten der Beine machten wir Feierabend.

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