2. Tag: Von Lübeck nach Malmö

  • Reise 2017 – Zum Nordkap und zurück
  • Tagesetappe über 307 Km
  • Fehmarn, Fehmarnsundbrücke, Kopenhagen: Marktplatz, Kleine Meerjungfrau, Schloss Amalienborg, Christiansborg, Schloss Rosenborg, Öresund, Malmö


OK, die erste Nacht ist vorbei. Wo bin ich und was mache ich hier? Ach ja – URLAUB.

Auf geht´s zum ersten Frühstück auf unserer Tour. Wir konnten uns so richtig satt essen, man weiß ja nicht was der Tag so noch alles bringen mag. Es ging danach auch wirklich pünktlich los. Die Koffer waren schon vor dem Abfahrtermin verstaut und alle Mann und Frau war an Bord. Das war die ganze Reise über so; und das war auch sehr gut.

Pünktlich verließen wir Lübeck in Richtung Norden. Vorbei ging die Fahrt an Oldenburg geradewegs in Richtung Fehmarn. Unser Bus hatte auch noch nicht gefrühstückt, so das wir noch vor der dänischen Grenze an einer Tankstelle unseren Bedarf an Diesel auffüllen konnten.

Über die Fehmarnsundbrücke erreichten wir dann die Insel Fehmarn. Die Fehmarnsundbrücke ist eine Straßen- und Bahnbrücke. Sie wurde im Jahre 1963 in Betrieb genommen. Mit dieser Brücke kann man den 1300 m breiten Fehmarnsund überqueren. Die Stahlkonstruktion ist 21 m breit, wobei 6m davon für die Bahngleise vorgesehen sind. Die längste Stützweite beträgt 248 m. Mit den Rampen hat die Brücke eine Länge von 963 m. Der Bogen hat eine Länge von 268 m.

Die Fehmarnsundbrücke

Die Insel Fehmarn, auf der wir nun fuhren, ist eine Ostseeinsel und die drittgrößte Insel Deutschlands (nur Rügen und Usedom sind größer). Sie hat eine Fläche von rund 186 km². Bewohnt wird Fehmarn von 12550 Einwohnern. Geprägt wird die Insel durch Tourismus und Landwirtschaft.

Schon bald erreichten wir Puttgarden. Dort schifften wir uns auf die Autofähre nach Dänemark ein. Es sollten noch einige Fährpassagen auf dieser Tour folgen.

Auf der Fähre von Puttgarden nach Rødby 

Schon bald erreichten wir unser ersten kleines Etappenziel; den Fährhafen vom dänischen Rødby. Dänemark ist eine parlamentarische Monarchie. Das dänische Kernland, in dem wir uns nun bewegten, hat rund 5,75 mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Kopenhagen.  

Gegen Mittag kamen wir nun in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen an. Kopenhagen kann mit “Hafen der Kaufleute” übersetzt werden. Wir fuhren schnurstracks zum Rathausplatz, um dort den Bus zu Parken und auch unsere Mittagspause zu machen. Es gab Verpflegung aus der Bordküche unseres Busses. Frisch gestärkt machten wir uns dann individuell auf den Weg, um die Umgebung des Rathausplatzes zu erkunden. Hier war geschäftiges Treiben. Aus allen Richtungen strömten die Menschen über den Platz und in die nahe gelegene Fußgängerzone. Besonders aber fiel uns der rege Fahrradverkehr auf. Im Sekundentakt jagten die Radfahrer an einem vorbei. Das kann wörtlich genommen werden. Mit verbundenen Augen eine Bundesstraße überqueren kann nicht viel gefährlicher sein als hier Fahrradwege zu kreuzen. Auf dem Rathausplatz steht der Drachenbrunnen und unweit davon, am Hans-Christian-Andersen Blvd. steht eine Statue von eben Hans Christian Andersen, dem  am 2. April 1805 in Odense geborenen und am 4. August 1875 in Kopenhagen gestorbenen Dichter und Schriftsteller. Berühmt wurde er durch seine zahlreichen Märchen.

Gegenüber des Rathausplatzes befindet sich der bekannte Vergnügungspark “Tivoli”. Wir hatten zwar keine Zeit für einen Besuch, aber immerhin konnten wir das schöne Eingangsportal besichtigen. Der Tivoli wurde am 15. August 1843 eröffnet. Er ist somit einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt. Der Name Tivoli leitet sich von der gleichnamigen italienischen Stadt Tivoli ab. Neben einem 80 m hohen Kettenkarussell bietet der Park viele weitere Fahrgeschäfte an. Insgesamt sind dies 23 Stück. Im Park gibt es auch 37 verschiedene Restaurants.

Ansichten rund um den Rathausplatz

 

Hans Christian Andersen Drachenbrunnen Ein Thermometer

Nach dem Besuch des Rathausplatzes machten wir uns auf zum Schloss Christiansborg und zur Schlosskirche Christiansborg. In der Nähe der Börse in der Slotsholmgade parkten wir unseres Bus und wir machten uns auf den Weg zur Schlosskirche.  Dabei überquerten wir den Schlossplatz und wir konnten das Reiterstandbild von Frederik VII. mit die dänischen Verfassung konstituiert hat.

Zuerst besuchten wir die Schlosskirche Christiansborg. Diese stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Das Schloss Christiansborg beherbergt alle drei Staatsgewalten unter einem Dach. Weltweit ist dies einzigartig. Zwischen 1906 und 1937 wurde der Bau in seiner heutigen Form errichtet. Im Schloss befinden sich auch königliche Empfangsräume. Der Turm des Schlosses hat eine Höhe von 106 m. Durch das sogenannte Königsportal konnten wir in den Innenhof gelangen, dem “Ehrenhof”. Am Ende des Ehrenhofes, gegenüber dem Schlossturm steht die Reiterstatue von König Christian IX.

Am Schloss angrenzend befindet sich gleich der königliche Bibliotheksgarten. Durch diesen schön angelegten Garten konnten wir etwas spazieren gehen. Danach ging die Fahrt mit dem Bus weiter bis zum nächsten Halt.

Schlosskirche Christiansborg
Rund um Schloss Christiansborg

Nächster Halt: Schloss Amalienborg.

Schloss Amalienborg ist die Stadtresidenz des dänischen Königshauses in Kopenhagen. Benannt ist das Schloss nach Sophie Amalie von Braunschweig-Lüneburg. Es ist auch im Besitz der Königsfamilie. Alle Gebäude, vier fast baugleiche Palais, umschließen einen achteckigen Platz.

Die vier Palais sind:

  • Palais Schack
  • Palais Moltke
  • Palais Brockdorff
  • Palais Levetzau

Im Zentrum des Schlossplatzes befindet sich das Reiterstandbild von Frederik V., einem früheren dänischen König.    

Es war nun 12 Uhr am Mittag. Soweit nichts Besonderes. Aber die königliche Familie war im Schloss zugegen und das bedeutet: Wachablösung. Stramme Soldaten in ihren historischen Uniformen vollzogen die Wachablösung. Und zwar so, wie man sich diese vorstellt. Mit geschultertem Gewehr, im Gleichschritt und mit Kommandos, die nur eingefleischten Soldaten  verständlich sind, wurde der Akt vollzogen.

Schloss Amalienborg

Trotz diverser Königsschlösser, Plätzen und Kirchen; viele von uns waren gespannt auf unseren nächsten Programmpunkt. Wir fuhren zur “Kleinen Meerjungfrau”.

Die Bronzefigur sitzt auf einem Findling und hat als Vorbild die Märchenfigur von Andersen. Die Figur ist ganze 125 cm groß und wurde von Edvard Eriksen entworfen. Sie wurde im Jahre 1913 aufgestellt. Für die Darstellung des Kopfes und des Körpers wurden zwei Unterschiedliche Vorbilder aus dem realen Leben verwendet. Zu Besichtigen ist allerdings eine Kopie; das Original befindet sich bei den Nachkommen des Künstlers an einem unbekannten Ort. Leider wurde die Figur immer wieder Opfer von Vandalismus. Es wurde der Kopf abgetrennt, oder aber ein Arm abgeschlagen. Es gab in jüngerer Zeit auch Anschläge mit Farbe.

Als wir nun an der Figur ankamen stellten wir fest, das wir nicht die einzigen Touris waren die die Figur besichtigen wollten. Man mußte wirklich Geduld haben, um die Figur mal in Gänze zu sehen und diese entsprechend vor die Kameralinse zu bekommen. Im Großen und Ganzen ist das Umfeld der Figur recht einfach gehalten; man muß schon fast nach der Figur suchen (wenn man alleine wäre).

Die kleine Meerjungfrau

Wir kamen dann zu unserem letzten Halt in Kopenhagen; Schloss Rosenborg.

Das Schloss Rosenborg befindet sich am königlichen Garten “Kongens Have”. Es dient heute als Museum, war aber bis 1710 königliche Residenz. Durch diesen “Kongens Have” konnten wir spazieren und die vielen Blumen bewundern. Auch ein schöner Blick auf Schloss Rosenborg kann man hier genießen.

Ansichten von Schloss Rosenborg

Nun hieß es Abschied nehmen von Dänemark und von Kopenhagen. Unsere Fahrt führte uns auf die Insel Amager und von dort auf die Öresundbrücke. Der Öresund ist die Meerenge zwischen Dänemark und Schweden. Die Brücke ist die weltweit längste Schrägseilbrücke und sie verbindet Kopenhagen mit dem schwedischen Malmö. Freigegeben wurde die Brücke am 01. Juli 2000.     

Bevor wir aber auf die Brücke fahren konnten, ging es durch ein Tunnel unter dem Öresund durch. Der Tunnel endete auf einer künstlich aufgeschichteten Insel und die Fahrbahnen gingen dort erst auf die Brücke über.

Die Brücke hat eine Länge von 7845 m. Die lichte Höhe beträgt 57 m. Von hier aus hatten wir einen ersten Blick auf unser heutiges Ziel. Malmö in Schweden.

Die Öresund Brücke Blick auf Malmö und den „Turning Torso“

Malmö ist die drittgrößte Stadt Schwedens und hat rund 300 000 Einwohner. Bei unserer Anfahrt fiel uns als erstes das Hochhaus “Turning Torso” auf. Dieses markante Hochhaus wurde 2005 eingeweiht. Es hat eine Höhe von 190 m und wie der Name schon sagt, eine “verdrehten Körper”.   

Am nachmittag erreichten wir nun unser Hotel in Malmö.

Dies war unser 2. Tag der Reise.

Unser Hotel Scandic St. Jögen in Malmö

Reise2017_Nordkap_0250x
Weblink: Scandic St. Jörgen

 

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