3. Tag: Von Malmö nach Södertälje

  • Reise 2017 – Zum Nordkap und zurück
  • Tagesetappe über 580 Km
  • Gränna: Süßwarengeschäfte; Vadstena: Schloss, Klosterkirche; Södertälje


God morgon sverige! Guten Morgen Schweden.

Schweden ist eine parlamentarische Monarchie und hat runde 10 Mio. Einwohner. Die meisten davon leben in den südlicheren Regionen.

Nach einem guten Frühstück ging es wieder auf Achse. Auf unserer Tour Richtung Norden konnten wir einige Eindrücke von Malmö sammeln. Schon bald nach dem verlassen der Stadt konnten wir uns an der schönen schwedischen Landschaft erfreuen.

Ansichten aus Malmö

Bald machten wir dann unseren ersten Halt am Rastplatz Strömsnäsbruk. Und siehe da; kaum waren wir in Schweden unterwegs konnten wir schon den ersten Elch sehen. Unweit der Tankstelle stand er am Fahrbahnrand und beobachtete den Verkehr auf der Straße. Leider sollte dies auf der ganzen Reise der einzige Elch sein, den wir zu Gesicht bekamen. Wer den Elch auch sehen will, kein Problem. Auf der Landkarte oben befindet sich der Rastplatz eingezeichnet. Der Elch ist bestimmt auch noch dort zu sehen. Denn: Der ist aus Holz und steht dort bestimmt schon mehrere Jahre!

Nach weiteren Kilometern im Grünen erreichten wir das südliche Ende des Vättern. Einem See bei Jönköpping. Vättern ist altschwedischen und bedeutet soviel wie See oder Gewässer. Er ist der zweitgrößte See in Schweden. Die Tiefe variiert von 25 m im Norden und 100 m im Süden. Seine Fläche beträgt 1886 km². Die Länge beträgt 135 km und die Breite ist 31 km. IKEA Kunden kennen vielleicht den Namen, den er ist der Namensgeber einer Badmöbelserie.

Im Vättern liegt die Insel Visingsö. Sie hat eine Fläche von 25 km². Ihre Länge beträgt 14 km und die Breite 3  km. Auf der Insel leben 736 Menschen. Der Legende nach warf der Riese Vist ein Grasbüschel in den See, damit seine Frau besser den See überqueren konnte. So soll die Insel entstanden sein.

Am Vättern

Unsere erste größere Pause machten wir im Örtchen Gränna. Gegründet wurde Gränna im Jahre 1652 und hat 2726 Einwohner. Der Ort ist bekannt als Zentrum für die Herstellung von Zuckerstangen (Polkagris “Polkaschweinchen). Traditionell werden die in rot und weiß hergestellt. Doch gibt es auch alle anderen Farben zu kaufen. Natürlich stürmten wir dann auch sofort den ersten Laden. Egal ob Regale oder Tische, überall Zuckerstangen und andere Süßigkeiten. In der Luft lag der Duft von Pfefferminze. Schön an diesen Läden ist, das man den Zuckerbäckern bei der Arbeit zusehen kann. Aus Hygienegründen sind zwar zwischen den Besuchern und den Zuckerbäcker eine Glasscheibe, aber dennoch kann man hier dieses Handwerk sehr schön beobachten. Vom Duft will ich gar nichts schreiben, der ist unbeschreiblich. So besuchten wir also einige Geschäfte entlang der Hauptstraße von Gränna.

Ansichten aus Gränna

Wir setzten dann unsere Fahrt entlang des Vätternsee fort. Unser Reiseleiter machte uns auf etwas aufmerksam, das wir erst wahrnehmen nachdem er uns davon erzählte. Auf dem See waren quasi keine Segelboote oder sonstiges zu sehen. Obwohl doch fast jeder Schwede neben einem Auto auch ein Boot besitzt. Nun, hier gibt es so viele Seen, sodass sich die Anzahl der Boote weiträumig verteilt. Es ist nicht zu vergleichen mit dem Anblick, wenn man entlang des Bodensees fährt. Aber das nur am Rande.

Nächster Halt: Vadstena. Die 5674 Einwohner zählende Stadt wurde im 14. jahrhundert gegründet. Das sich hier befindliche Birgittinenkloster war dafür ausschlaggebend.

Wir konnten direkt am Schloss Vadstena, einem Wasserschloß, unseren Bus parken. Es ist eines der Wasaburgen. Wasa war eine schwedische Herrscherdynastie. Diese Renaissanceburg stammt aus dem 16. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert wurde das Schloss als königliche Burg aufgegeben. Es wurde dann anderen Zwecken zur Verfügung gestellt; als Getreidemagazin und Fabrikgebäude. Inzwischen befindet sich ein Landesarchiv in dem Schloss.

Das Wasserschloss Vadstena

Bei herrlichem Wetter konnten wir am Wasser mit Blick auf das Schloss unsere Mittagspause machen. Nach kurzer Stärkung machten wir uns dann auf einen kleinen Spaziergang entlang des Sees.

Unser Weg führte uns zum Kloster und Kirche von Sancta Birgitta. Die Kirche besichtigten wir dann auch von innen. Die gotische Klosterkirche wurde um 1369 erbaut. Sie sollte laut der heiligen Birgitta einfach und ohne Schmuck gehalten sein.

Nach dem Besuch der Kirche machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück zum Bus. Allerdings nahmen wir diesmal den Weg durch den Ort. Vadstena besitzt eine feine Fußgängerzone auf der wir dann alle wieder zurück marschierten. Unser Besuch in Vadstena endete hier.

Nun hieß es nix wie rauf auf die Autobahn und unserem Etappenziel entgegen. Kurz vor Nyköping machten wir nochmals eine kurze Pause, bevor wir dann am Zielort Södertälje ankamen. Die Stadt Södertälje liegt vor den Toren von Stockholm und hat knapp 71.000 Einwohner. Sie ist Sitz des Nutzfahrzeugeherstellers Scania. Ein bekanntes Kind der Stadt ist der ehemalige Tennisprofi Björn Borg. Für uns war Södertälje reiner Übernachtungsort. Dennoch machten wir am Abend einen kleinen Spaziergang durch die Fußgängerzone und am Wasser.

Rund um das Hotel in Södertälje

Dies war unser 3. Tag der Reise.


Unser Hotel Quality Hotel Park Södertälje City

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Weblink: Quality Hotel Park

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