4. Tag: Von Södertälje nach Stockholm und Helsinki

  • Reise 2017 – Zum Nordkap und zurück
  • Tagesetappe über 36 Km Land und ca. 491 Km Seeweg
  • Stockholm: Stadthaus, Schloss, Deutsche Kirche, Vasa Museum (kein Besuch). Nachtfähre nach Helsinki


Obwohl Södertälje eigentlich “nur” ein Übernachtungsstop vor den Toren von Stockholm war, fanden wir den Ort sehr schön. Zumindest soweit wir diesen am Abend zu Fuß erkunden konnten.

Schon bald nach unserer Abfahrt erreichten wir das Stadtzentrum von Stockholm. Der Hauptstadt von Schweden. Der Name Stockholm besteht aus den Silben “Stock” für Baumstamm und “Holm” für kleine Insel. Mit über 900.000 Einwohnern ist Stockholm die größte Stadt in Skandinavien. Seit mehr als sieben Jahrhunderten siedeln hier Menschen. Königsresidenz ist Stockholm seit 1643. Hier befindet sich auch das Parlament und die Regierung Schwedens.

Unser erster Anlaufpunkt in Stockholm war das Stadshus, das Rathaus. Hier trafen wir nun unseren Stadtführer für diesen Tag. Das Stadshus liegt auf der Insel Kungsholmen.  Es wurde zwischen 1911 und 1923 erbaut und am 23. Juni 1923 seiner Bestimmung übergeben. Der 106 m hohe Turm wurde aus Backstein errichtet; 2,5 Millionen an der Zahl. 365 Treppenstufen führen nach oben. Wir konnten allerdings das Stadshus “nur” von außen besichtigen. Und zwar vom Stadshuspark aus, einer parkähnlichen Grünfläche zwischen dem Gebäude und dem Wasser, dem Riddarfjärden, einer der vielen Buchten um Stockholm.

Das Stadhus in Stockholm

Als nächstes fuhren wir dann im Bus kreuz und quer durch die Stadt. Unter Anderem kamen wir auch durch das Viertel mit den Botschaften. Anhalten konnten wir nicht.

Unseren nächsten Stop machten wir am Vasa-Museum. Leider konnten wir aus Zeitmangel das Museum selbst nicht besuchen.  Die Vasa war eine Galeone, die bei der Jungfernfahrt am 10. August 1628 nach 1300 m Fahrt sank.

Am Vasa Museum

Gegenüber dem Vasa-Museum befindet sich das “Nordische Museum”.  Es beinhaltet die Kulturgeschichte der Volksgruppen in Schweden. Die Sammlungen reichen mehr als 500 Jahre zurück. Das Museum an sich wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet und zog im Jahre 1907 in dieses Gebäude ein.

Das Nordische Museum

Einen schönen Rundblick über Stockholm konnten wir dann am Aussichtspunkt Fjällgatan genießen. Dieser liegt quasi gegenüber dem Freizeitpark Gröna Lund (“Das Grüne”). er liegt auf der Halbinsel Djurgården. Im 1883 eröffneten Vergnügungspark gibt es nicht nur Fahrgeschäfte, sondern auch Theater und Bühnen.

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Den längsten Aufenthalt hatten wir dann am Nachmittag am Stockholmer Schloss.

Stockholmer Schloss

Unsere Tour dort starteten wir mit einem Spaziergang zum Stortorget, einem Platz in der Altstadt Gamla stan. Hier herrschter großer Trubel. Wir wanderten über den Platz und kamen dann über eine Seitenstraße zur Tyska kyrkann der deutschen Kirche. Es war zu Beginn das Gildenhaus der deutschen Gilde und wurde im 16. Jahrhundert zur Kirche umgebaut. Der Kirchturm ist mit 96 m der höchste Punkt der Altstadt. Die Gottesdienste werden von deutschen Geistlichen auf Deutsch, aber auch nach der schwedischen Gottesdienstordnung gehalten.

Auf dem Stortorget
Tyska kyrkann, die deutschen Kirche

Wieder zurück am Schloss konnten wir dies nun ebenfalls besichtigen. Zuerst besuchten wir die beiden Hallen rechts und links vom Eingangsportal, der Slottskyrkan – Schlosskirche und der Krönungshalle. Ähnlich wie in Kopenhagen gibt es hier auch eine Schlosswache. Die einzelnen Eingänge zum Innenhof waren mit einem Wachsoldaten besetzt. Dieser Wachsoldat ist aber nicht zur Zierde da. Dies merkten einige Touristen (fremdschämen) die versucht hatten, sich dem Soldaten extrem anzunähern oder aber sogar versuchten sich in das Wachhäuschen zu stellen – unglaublich. Auch hier konnten wir auf dem Paradeplatz neben dem Schloss der Zeremonie der Wachablösung beiwohnen. Dies war dann auch der letzte Programmpunkt in Stockholm.

Unser Bus hat uns vor dem Schloss wieder alle eingefangen. Wir machten uns dann auf den Weg zum Hafen und zum Fährterminal. Wir checkten dann direkt nach der Ankunft ein. Unser Hotel war also diesmal ein schwimmendes – die Nachtfähre von Stockholm nach Helsinki. Nach einer kurzen Orientierungsphase fanden wir dann auch unsere Kabine. Die war sogar sehr geräumig, denn es handelte sich um eine Vierbett Kabine.

Unsere Fähre war die Silja Serenade. Sie gehört der finnischen Reederei Tallink-Silja.

Hier einige Zahlen:

  • Inbetriebnahme 15.11.1990
  • Länge 203 m
  • Breite 31,50 m
  • Tiefgang 7,10 m
  • Leistung 44.188 PS
  • Geschwindigkeit 43 km/h
  • Passagiere 2626  
  • PKW 450

Nach dem obligatorischen Rundgang durch das Schiff trafen wir uns wieder im Restaurant zum Abendessen. Das Buffet war super und es hat an nichts gefehlt. Wenn man bedenkt, was hier an Massen von Lebensmittel angeboten werden, ist dies schon erstaunlich. Das (fast) Beste war aber: Bier vom Fass zum Selberzapfen.

Unsere Fähre hatte natürlich inzwischen abgelegt und hat Stockholm verlassen. Aber auf dem offenen Meer, also der Ostsee, waren wir noch lange nicht. Für mehrere Stunden durchkreuzten wir die Inselwelt der Schären. Eine Schäre ist eine kleine felsige Insel. Der Stockholmer Schärengarten besteht aus ca. 24.000 einzelnen Inseln unterschiedlicher Größe. Schließlich aber kamen wir doch auf die offene See.

Wieder ging ein langer und Ereignisreicher Tag zu Ende.

Dies war unser 4. Tag der Reise.


 

 

 

 

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