6. Tag: Von Wick nach Stornoway (Hebriden)

  • Reise 2019 – In Schottland
  • Tagesetappe über 346 Km
  • Highlands, Loch Loyal, Lairg, Loch Craggie, Ardvreck Castle, Stornoway


Auf Wiedersehen Wick. Heute hatten wir das nördliche Schottland zu Umrunden.

Wir begannen die Fahrt in Richtung Thurso, heute allerdings nicht entlang der Küste, sondern auf kürzestem Wege. Somit konnten wir den nordöstlichen „Zipfel“ abschneiden.

Für diesen Tag war eigentlich kein großes Programm geplant, dennoch konnten wir uns während der Fahrt an den Naturschönheiten Schottlands ergötzen. Fotostopps und Pausen wurden natürlich auch wieder reichlich gemacht.

Unseren ersten etwas längeren Halt machten wir am wohl „nördlichsten Briefkasten“ auf dem Festland. Etwas nördlich der Ortschaft Tongue. Da wir alle schon seit Tagen davon wussten, haben wir alle unsere Postkarten aufbewahrt, um diese hier einwerfen zu können. Die Anwohner staunten nicht schlecht, als hier ein riesiger Reisebus Pause machte und die Fahrgäste in einer Reihe vor dem Briefkasten standen um die Karten einzuwerfen. Dieser „nördlichsten Briefkasten“ scheint so ein Geheimtipp zu sein, das noch nicht mal die Einheimischen davon wissen, welchen touristischen „Schatz“ sie vor der Haustür haben.

Einen schönen Fotostopp machten wir dann etwas später am Loch Loyal.

Einen längeren Aufenthalt mit Mittagessen am Bus hatten wir dann auf einem Parkplatz am Rande von Lairg am Loch Shin.

Hier noch einige Eindrücke auf unserer Tour nach der Mittagspause. Am Loch Chraggie. Mit einem schönen Blick auf den Berg Suilven (gälisch: Sula Bheinn). Er ist 731 Meter hoch. Sein Name bedeutet etwa Pfeilerförmiger Berg oder Berg des Pfeilers. 

Bevor wir zur Fähre nach Ullapool fuhren, machten wir programmgemäß einen kurzen Abstecher zur Ruine des Ardvreck Castle. Ruine kann hier wörtlich genommen werden, denn viel steht von diesem Castle nicht mehr. Ardvrek Castle liegt auf einer Halbinsel im Loch Assynt. Es wurde um 1490 durch die MacLeods of Assynt errichtet. Damals aber nur ein Turm. Je nach Wasserstand des Sees ist das Castle auch komplett von Wasser umgeben. Erweitert wurde der Bau ein Jahrhundert später, es wurde eine Umfassungsmauer errichtet. Wir konnten das Castle von zwei verschiedenen Aussichtspunkten besichtigen.

Danach fuhren wir weiter nach Ullapool. Zum Fährhafen, wir wollten ja auf die Hebriden übersetzen.

Ullapool (schottisch-gälisch: Ulapul) ist ein Küstenort mit 1540 Einwohnern. Damit auch die größte Siedlung im hier dünn besiedelten Schottland. Im Jahre 1788 wurde Ullapool als Hafen für den Heringsfang gegründet.

Unsere Fähre war noch nicht da. Deshalb hatten wir Zeit um uns ein bisschen im Hafen umzusehen. Leider wurde das Wetter zusehends schlechter. Aber das können wir ja nicht beeinflussen. Im Hafenbecken schwamm sogar eine Robbe. Diese hielt sich an die Boote auf denen sich Leute befanden, wohl in der Hoffnung das dabei was für sie abfällt.

Schließlich hatte die Wartezeit ein Ende, denn unsere Fähre legte an der Mole an. Nach einem kurzen Sicherheitscheck konnten wir die Fähre betreten. Wir begaben uns schnellstens nach vorne auf das Beobachtungsdeck. Hier konnten wir gemütlich in einem Sessel sitzend die Fahrt genießen. Leider setzte schon kurz nach dem Ablegen der Fähre Regen ein. Die Sicht war also sehr eingeschränkt. Eingeschränkt allerdings waren die Wellen nicht. Es war schon stürmische See. Der eine oder andere Brecher reichte bis hinauf auf unser Deck und schlug dabei vehement gegen die Scheiben.

Irgendwie waren dann alle erleichtert, als wir bei den Hebriden ankamen. Unser Anlaufhafen war zugleich auch unser Übernachtungsort, nämlich Stornaway.

Stornoway (schottisch-gälisch: Steòrnabhagh) ist der Hauptort der Insel Lewis and Harris und hat 8000Einwohner. Stornoway ist die bedeutendste Ortschaft auf den äußeren Hebriden. Er wurde im 9. Jahrhundert von Wikingern gegründet, von denen er auch den Namen  „Stjórnavág“ erhielt. Die um 1100 erbaute Burg wurde im 16. Jahrhundert zerstört.

Wir kamen also auf den Hebriden an und wir mussten wieder auf unseren Bus warten. Als dieser dann wieder an Land war, konnten wir unsere Fahrt ins Hotel beginnen – diese dauerte allerdings nur wenige Minuten, denn es lag in unmittelbarer Nähe zum Hafen.

Nun ging auch dieser 6. Tag zu Ende. Wieder hatten wir schöne Erlebnisse und viele Eindrücke sammeln können.

Das war unser 6. Tag der Reise.


Unser Hotel in Stornoway

Weblink: https://www.caladhinn.co.uk