1. Tag: Anreise über Chicago nach Phoenix

  • Tagesetappe über 7000 km
  • Bundesstaaten: Arizona
  • Örtlichkeiten: Phoenix, Scottsdale

Am 21.September 1999 war es endlich soweit. Nach 8 Monaten Wartezeit begann meine Reise in den Südwesten der USA. Die Busrundreise führte uns durch die Staaten Arizona, New Mexico und durch kleinere Teile von Texas und Colorado.

Frühmorgens um 3 Uhr 30 begann der lange Anreisetag. Abfahrt in Waldsee war um 5 Uhr. Nach der Ankunft am Flughafen gegen 6 Uhr checkte ich am Schalter der United Airlines ein.

Zum Glück konnte ich auch schon das Einchecken für den Flug von Chicago nach Phoenix erledigen. Die Platzreservierungen hatten wunderbar geklappt. Der Koffer war zwar durchgecheckt bis Phoenix, aber trotzdem musste ich ihn in Chicago abholen und durch den Zoll transportieren. Um 7 Uhr 50 war Boardingtime und wir konnten pünktlich um 8 Uhr 35 in Richtung Chicago starten. Unsere Flugroute war Düsseldorf, Amsterdam, Aberdeen, Island, Grönland, Montreal, Toronto, Lake Michigan und dann Chicago. Leider flogen wir fast die ganze Strecke über einer geschlossenen Wolkendecke. Gleich zu Beginn des Fluges, gleich nach dem ersten Getränk (natürlich Sekt), wurden die unsäglichen Einreisedokumente zum Ausfüllen verteilt. Der Sekt schmeckte diesmal überhaupt nicht, aber man nimmt was man bekommt. Von Vorteil war dieses mal die deutsche Übersetzung im Bordbuch, so daß man keine Schwierigkeiten hatte.

Der schlechte Sekt wurde dann aber durch ein tolles Mittagessen wieder ausgeglichen. Es gab Pilzomelett mit Bratwurst und Rösti, Obst, Käse und ein Marmeladenbrötchen. Gegen 12 Uhr 30 begann der Überflug über Grönland. Das einzige mal, dass wir Bodensicht hatten – und was für einen. Die ganze Küste der Insel wird von hohen Bergen umrahmt. Man konnte sogar Schiffe vor der Küste erkenne. Hinter der Bergkette erstreckte sich das ewige Eis Grönlands. Viele Gletscher konnte man erkennen, die sich vom Eis wie mit Spinnenbeinen durch Täler bis zum Meer erstreckten.

Ungefähr 2 Stunden vor der Landung in Chicago gab es einen kleinen „Snag“, bestehend aus Brötchen, Wurst, Käse und Krautsalat. Dazu gab es als Getränk Kaffee bis zum Abwinken.

Mitten über Canada hatten wir dann Bodensicht. Aus den 10000m Höhe konnte man wunderbar erkennen, wie groß, weitläufig und unbesiedelt das Land ist. Auch die vielen Seen in Canada konnte man von hier oben sehen. Leider konnten wir aber nur einen schmalen Korridor überfliegen.

Endlich; Eine halbe Stunde früher als geplant landeten wir dann auf dem International Airport von Chicago „O´Hare“. Dieses Jahr gingen die Einreise und Zollformalitäten sehr schnell vorüber. Ich hatte also genügend Zeit, um mit der Flughafenbahn vom internationalen Ankunftsterminal 5 zum Terminal 1 Gate C9 zu gelangen.

Pünktlich um 11 Uhr 44 legten wir am Terminal ab, um unseren Weiterflug über 3,5 Stunden nach Phoenix anzutreten. Da dieser Inlandsflug nicht ganz so hoch war, konnte man während des ganzen Fluges bis zum Boden sehen. Als 2. Mittagessen gab es heute ein Überraschungspaket. Inhalt : 1 Käsebrötchen, Tortilla Chips und Schokolade. Der Karton selbst war so schön, dass ich diesen mit nach Hause nahm. Eine gute Idee wie ich finde, es muss nicht immer ein Plastiktablett sein. Zum Trinken gab es reichlich, Cola und Kaffee. Noch bei keinem meiner vorherigen Flüge gab es so viel Verpflegung. Die Landschaft unter uns war in viele große Quadrate, wie bei einem Schachbrett, aufgeteilt. Hier ist alles auf Ackerbau eingerichtet. Je südlicher wir flogen, desto größer wurden die einzelnen Ackerflächen. Jedoch nur bis auf die Höhe von Denver. Von dort an sah man nur Gebirge und Wüstenlandschaften mit den bekannten schnurgeraden Straßen.

Fast auf die Minute genau landeten wir dann auf dem „Sky Harbor“ Airport in Phoenix / Arizona. Da es sich ja um einen Inlandsflug handelte, ging das Auschecken sehr schnell. Nur auf den Koffer mussten wir lange warten. Wie immer wurde ich dann von einer Vertreterin der Reisegesellschaft am Ausgang empfangen, die dann, als alle beisammen waren, den Hotel-Shuttle-Bus holte. Am Ausgang schlug mir natürlich eine Hitzewand entgegen, die wir in Deutschland so gut wie nicht kennen. Wir hatten bei der Ankunft ca. 40°C, es war wolkig und sehr schwül. Die amerikanischen Straßenschilder sind ja einzigartig, grünes Schild mit weisen Buchstaben und Sternreflektoren. Das erste das ich nach der Ankunft sah, war der Hinweis zur Mannheim Rd. (Ulkig).

Im klimatisierten Shuttle wurden wir dann zum Hotel Ramada Valley Ho nach Scottsdale gefahren.

Durch meinen früher gebuchten Flug war ich dann zwar ziemlich Früh am Nachmittag im Hotel, aber ich konnte dann gemütlich Duschen, den Koffer umpacken und den Dingen harren, die da kommen. Eines hat mich bei der Ankunft überrascht. Außer mir kam mit diesem Flug nur noch ein Mann an. Aber ich denke, bis zum Abend werden die Anderen auch eingetroffen sein. Wer weiß aus wie vielen Ecken aus Deutschland die einzelnen Leute kommen. Gegen 18 Uhr abends setzte ich mich dann mit meinem Reisegenossen in die Lobby, wo wir dann auch mit unserer Reiseleiterin Ruth Henry zusammentrafen. Nachdem ich dann die Abfahrtszeiten am nächsten Tag erfahren hatte, gingen wir Beide dann zum Abendessen ins „Pink Pony“ in Scottsdale. Es gab das erste, aber nicht das letzte Steak meiner Reise.

Feierabend machte ich dann gegen 21 Uhr, nicht aber bevor ich den Gutschein für ein Freigetränk an der Bar einlöste. Es gab, um besser schlafen zu können einen „Margarita“.

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