3. Tag: Tucson

  • Tagesetappe über 50 km
  • Bundesstaaten: Arizona
  • Örtlichkeiten: Sonora Desert Museum
  • Tucson auf Google Maps

Nach einem Frühstück „Continental-Style“, bestehend aus Marmelade und anderem Süßzeug sowie Unmengen von Kaffee fuhren wir heute schon um 7 Uhr in Richtung „Arizona-Sonora Desert Museum“. Hier sahen wir dann zum ersten Male die Massen von Saguaro-Kakteen wie sie für den Süden Arizonas nicht typischer sein können.

Unser Weg führte uns zunächst einen Bergrücken hinauf. Am „Gates Pass“ machten wir dann einen Stopp, um hinunter ins Wüstengebiet zu schauen, in dem das Museum liegt. Auch hier sieht man Kakteen, soweit das Auge reicht. Bis zu den Berggipfeln zur linken und rechten Seite erstrecken sich diese mächtigen Gewächse. Mehrere Meter hoch können sie werden. Ein kleiner Anhaltspunkt für das Alter der Kakteen ist das Wachstum der Seitenarme. Erst im Alter von 70 Jahren können sich diese Ausbilden.

Dies sind aber nicht die einzigen Kakteen, die hier wachsen. Es gibt auch die Prickly Bear Kakteen (dt. Stachelige Bären). Der Name kommt von den „Blättern“, die wie Teddybär Ohren aussehen.

Nach dem wir uns dann am Aussichtspunkt satt gesehen hatten, fuhren wird dann weiter ins Museum. Dieses wird übrigens als ein lebendiges Museum bezeichnet. Kein Ausstellungsstück ist hier „künstlich“ eingerichtet. Alles ist Natur. Gleich am Eingang des Parks stand eine Rangerin, die uns einen Adler in seiner vollen Pracht präsentierte. Es stellte sich dann heraus, dass über den ganzen Rundweg verteilt verschiedene Ranger mit speziellen Exponaten standen, die einem alles erklärten. Ein wunderbarer Rundweg zeigte uns die Wildnis und die Schönheit der Sonora.

Immer wieder konnte man den Hauptweg verlassen, um sogenannte „loops“ (dt. Schleifen) zu durchlaufen. Je nach Lust und Laune kann man sich den Weg selbst zusammenstellen. Man muss auch bedenken, dass es zur Mittagszeit locker über 40°C warm werden kann. Im Museum wird nichts beschönigt.

Auch am absterben befindliche Saguaro Kakteen werden gezeigt. Interessant ist das Innenleben der Kakteen. Mehrere Runde „Stäbe“ aus Holz bilden praktisch das Gerüst. Darum schließt sich das Fleisch. In diesem Fleisch nisten dann die Vögel, wie zum Beispiel der Kuckuck.

Diesen Sommer haben die Kakteen mit einem für die Wüste besonderen Problem zu kämpfen. Das Problem heißt Wasser. Die Kakteen haben keinen Abstellmechanismus wie unsere Pflanzen. Sie sind darauf eingestellt, wenn es regnet, so viel Wasser aufzunehmen wie es nur geht. Bei dem Regensommer dieses Jahres sind deshalb sehr viele Kakteen einfach geplatzt. Auch das große Gewicht macht ihnen dann zu schaffen, denn die Wurzeln reichen nicht sehr tief in den Boden, sie bekommen Übergewicht und drohen zu kippen.

In speziellen Gehegen, die schön der Landschaft angepasst waren, konnte man die Tierwelt der Wüste bestaunen. Es gab Bären, Pumas, Wölfe, Coyoten, Vögel, Haarwild und vieles mehr zu sehen. Auch eine kleine Tropfsteinhöhle gab es zusehen. In speziellen, abgedunkelten Räumen sah man nachtaktive Tiere.

Am Ausgang stand nach meinem Rundgang eine andere Rangerin mit einem anderen Tier auf der Hand. Es handelte sich hierbei um eine Tarantel.

Nach dem Wüstenmuseum wollten wir dann in die Filmkulisse von „Old Tucson“. Leider war es uns nicht möglich, da das Gelände wegen dem Besuch von 2000 Schülern geschlossen war. Als Nachmittagsbeschäftigung fuhren wir dann bis zum Abend in die „Shopping Mall“ von Tucson.

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