7. Tag: Von Alamogordo nach SantaFe

  • Tagesetappe über 435 km
  • Bundesstaaten: New Mexico
  • Örtlichkeiten: National Aerospace Museum, Albuquerque, Santa Fe
  • Reiseroute auf Google Maps

Etwas habe ich meinem gestrigen Bericht über unseren Besuch in Alamogordo hinzu zu fügen. Auffällig an den Straßenrändern sind die vielen deutschsprachigen Werbe und Hinweisschildern. Der Grund hierfür ist folgender. Die deutsche Bundeswehr absolviert hier das ganze Jahr über Lehrgänge und Trainingsflüge über der Wüste von New Mexico. Auch einen deutschen Fernsehkanal gibt es hier, den Kanal der „Deutschen Welle TV“.

Nun aber geht es zur Tagesordnung über. Gleich am Morgen besuchten wir den Vorplatz des „National Aerospace Museum“ von Alamogordo. Alamogordo heißt ins Deutsche übersetzt so viel wie „Dicker Baumwollbaum“. Hier am Museum sind Antriebsdüsen und weitere Teile von Raketen ausgestellt. Ein längerer Aufenthalt hat sich wegen den späten Öffnungszeiten des Museums erledigt.

Wir fuhren nun auf der „54“ Richtung Norden, vorbei am „Ruidose-Apache-Indianerreservat“. Ganz hier in der Nähe befindet sich auf einen Höhe von 1200m das 4500 Einwohner zählende Roswell, das überwiegend von Landwirtschaft und Viehzucht lebt. Hier soll in den 50er Jahren ein UFO abgestürzt sein. Die Teile hiervon wurden dann in die „Area 51“ in der Wüste von Nevada geschafft.

Wir durchfuhren nun das ganze „Tularosa-Valley“ in nördlicher Richtung. In Carrizozo (1100 Einwohnen–Eisenbahnknotenpunkt) bogen wir dann in Richtung Westen ab, um auf dem Highway 380 den „Lava-Bend“ (dt. Lava-Gürtel) im „Valley of Fire“ zu durchfahren. Vor vielen Jahren tat sich hier die Erde auf und große glühende Lavabrocken traten zu Tage. Es handelte sich jedoch nicht um einen Vulkanausbruch. Das Lavafeld beginnt hier ca. 4 Meilen hinter Carrizozo. Es erstreckt sich über eine Länge von mehr als 70 Meilen und einer Breite zwischen 3 und 8 Meilen. Die Lavaschicht hat eine Dicke von 50cm. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es dann weiter über Bingham nach San Antonio. San Antonio wurde 1629 von Spaniern gegründet. Hinter San Antonio befuhren wir dann die Interstate 25 in nördliche Richtung, um auf halbem Wege von hier nach Albuquerque in Socorro anzuhalten, um für die Mittagspause in der Mall einzukaufen. Socorro hat immerhin 8200 Einwohner. Nach dem Shopping nun weiter nach Albuquerque, wo wir kurz vor Mittag ankamen.

Albuquerque, die größte Stadt New Mexicos hat 330000 Einwohner, ist jedoch nicht Hauptstadt. Zur Anfangszeit lebten hier nur 10 Familien. Um die Stadtrechte zu erwerben, wurde die Zahl künstlich erhöht (man hat schlichtweg gelogen). Die Air Force, weitere Militäranlagen sowie viele Labors der Elektronikindustrie haben hier ihren Sitz. Insbesondere wegen des trockenen Klimas. Die Einwohnerzahl hat sich nach dem zweiten Weltkrieg verzehnfacht. Alljährlich findet hier im Oktober das große Ballonfestival statt, an dem 700 bis 800 Heißluftballone teilnehmen.

Ein Stück unseres Weges durch die Stadt legten wir auf der bekannten Route 66 zurück. An einem kleineren Stadtpark machten wir dann Mittagspause. Hier taten wir auch mal etwas illegales, wir brachten in den Park Glasflaschen mit, denn unsere Reise war mit dem heutigen Tag zur Hälfte vorüber. Diesen Punkt nahmen wir zum Anlass, um eine Flasche Sekt ( oder zwei…… ) zu trinken.

Nach dem Mittagessen vertraten wir uns dann die Beine in Old-Town-Albuquerque. Hier sahen wir dann zum ersten male die für diese Gegend so typischen Häuser im Adobe-Stil. Wer kennt nicht aus den vielen Westernfilmen die flachen Lehmhäuser, aus deren Vorderfront die runden Hölzer, die das Dach tragen, herausstehen. In vielen Innenhöfen fanden sich kleine gemütliche Restaurants, in denen man sich im Schatten von Bäumen von der Gluthitze erholen kann.

Am Nachmittag verließen wir dann Albuquerque. Wir fuhren aber nicht auf der Interstate 25 sondern auf dem Highway 14. Vorbei ging die Fahrt an den beiden Städtchen Madrid und Los Cerrillos.

Als wir dann am frühen Abend in Santa Fe einfuhren, checkten wir im Hotel ein und ich ging dann zum Bummel in das benachbarte Einkaufszentrum. Das Abendessen nahm ich im „Red Lobster“ ein. Es ist zwar ein Fischrestaurant, aber das Steak war Weltklasse. Dazu zwei große dunkle Bier – der Abend war gelaufen.

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