15.Tag: Phoenix und Heimreise

Zwar war heute der letzte Tag, aber dennoch erwies sich dieser als äußerst spannend.

Das Aufstehen um 4 Uhr war angesichts der bevorstehenden Ballonfahrt recht einfach. Frühstück viel im Prinzip komplett aus – Essen hätte ich sowieso nichts gekonnt. Pünktlich wie vereinbart wurde ich dann von der Ballongesellschaft abgeholt. Nach einer Fahrt durch ganz Phoenix erreichten wir dann den Startplatz. Hier stellte sich dann heraus, dass unser Ballon bei weitem nicht der einzige war, der starten wollte. Insgesamt waren hier 12 Ballone am Start. Es ist erstaunlich, wie schnell so ein Ballon aufgebaut ist. Nachdem das Korbgeschirr am Ballon festgeschnallt war. wurde mit einem Gebläse die Hülle mit Luft aufgefüllt. Danach setzte der Brenner ein und kurz danach stand alles zum Abfahren bereit. Aber warum eigentlich so früh am Morgen? Die Antwort ist eigentlich, wenn man sie weiß, recht einfach. Beim Heißluftballon nutzt man die Unterschiedlichen Dichten von warmer und kalter Luft aus. Wenn aber die Umgebungsluft hier in der Wüste gegen Mittag sich aufheizt, ist es nur mit mehr Energieaufwand möglich zu starten. Wir nutzten also die Kühle Morgenluft aus.

Es ist soweit. Nach einer Kletteraktion in den Korb – wie beim Helikopterflug gewichtsabhängiger Platz – ging es endlich los. Gemütlich und langsam erhob sich unser Heißluftballon in den Himmel. Beim ersten Zünden der Brenner erschraken wir alle. Die Flamme strahlt mit einer enormen Hitze. Was einem auffiel war, das man keinen Fahrtwind spürt. Aber auch das ist logisch. Man fährt ja mit dem Wind.

Die Aufstiegsphase verläuft so langsam, das man von der momentanen Höhe keine Ahnung hat. Ruckzuck waren wir auf 300m Höhe. Auf unsere Frage hin, wie hoch wir noch steigen, erhielten wir zur Antwort : 1 Meile. Also 1600m.

Als nun alle Ballone am Himmel waren war dies ein schöner Anblick. Jeder Ballon flog auch noch in einer anderen Höhe. Nach einer gewissen Zeit sanken wir bis auf 1m hinab und schwebten so ein paar hundert Meter über dem Boden.

Unserer Ballonfahrt endete mit einer sanften Landung auf einer großen Wiese. Beim Landeanflug verscheuchten wir die Kühe, die hier grasten. Nach der Landung wurde der Ballon in Windeseile eingepackt und auf dem Pickup verstaut. Traditionsgemäß gab es nun ein Glas Sekt und ein kleines Frühstück. Nach der Aushändigung der Urkunde wurden wir zum Hotel zurück gebracht.

Jetzt begann das Warten auf meinen Transport zum Flughafen. Ich vertrat mir noch die Beine in Scottsdale und erledigte dabei noch die letzten Einkäufe.

Besonders gespannt war ich jetzt darauf, wie mein Anschluss Flug von Chicago nach Frankfurt klappt. Eine halbe Stunde Aufenthalt zum Umsteigen ist ja nicht viel. Das Einchecken und das Boarding für den Flug nach Chicago war planmäßig. Leider aber gab es Probleme beim Ablegen des Flugzeuges. Eine ¾ Stunde hatten wir am Start Verspätung. Meine halbe Stunde war als mehr als aufgebraucht. Mein Sitznachbar hat dies zum Glück mitbekommen und nach der Landung in Chicago durfte ich mich beim Aussteigen vordrängen. Glücklicher Weise waren wir trotz des späten Starts eine ¼ Stunde vor dem Weiterflug am Terminal. Die andere Maschine stand schon bereit. Ich spurtete zum Gate, klatschte das Ticket auf den Tresen, nahm die Bordkarte und stieg ins Flugzeug ein – gerade noch geschafft. Der Heimflug war sehr ruhig und angenehm. Das Essen und die Versorgung mit Getränken waren sehr gut. Pünktlich setzte die Maschine nach ca. 8h Flug in Frankfurt auf. Ein weiterer Urlaub in den Staaten war nun endgültig zu Ende.

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