3. Tag: New York City II

  •  Tagesetappe über 50 km
  • Bundesstaaten: New York
  • Örtlichkeiten: Museum of Natural History, Brooklyn Bridge, Madison Square Garden

Heute war unser sogenannter „freier Tag“. Voller Entsetzen musste ich feststellen, dass es geregnet hat. Laut Wetterbericht soll dies aber nicht bleiben. Am Vormittag besuchte ich das „Museum of Natural History“. Zuerst machte ich wieder ein ausgiebiges Frühstück, um für den Tag gerüstet zu sein. Da ich heute bestimmt mehrmals mit der Metro fahren musste, besorgte ich mir das „Fun-Ticket“ für 4$. Mit diesem Ticket kann man den ganzen Tag Metro oder Stadtbus fahren. Eine Einzelfahrt würde 1,5$ kosten. Mit der Metro fuhr ich dann zur 79th Straße. Ich war zu früh, vor dem Museum musste ich noch warten. Ohne Plan ist man in diesem riesigen Museumsbau völlig orientierungslos. Ich besuchte die Abteilung für Naturkunde, das Spacecenter und das Planetarium. Eintritt für das Museum zahlt man so viel wie man will. Allerdings die Sonderaktionen wie IMAX und Planetarium haben Festpreise.

Gegen Mittag fuhr ich mit der Metro wieder zurück ins Hotel. Für diesen Abend wollte ich mir Restkarten für eine Broadway-Show besorgen. Das Anstehen an dem Restkartenschalter war mir zu zeitintensiv. Deshalb fragte ich in meinem Hotel einmal nach. Hier gab es Karten auch für die bekannteren Shows. Aber der Sonderpreis hierfür war vollkommend unakzeptabel. Nur ein Beispiel: 1 Karte für 80$ hätte ich schon für 135$ bekommen. Ich lehnte dankbar ab.

Auf dem Weg zur Metrostation lag auch der „Madison Square Garde“, die wohl bekannteste Sport und Showarena der Welt. Durch Zufall habe ich hier erfahren, dass in wenigen Minuten eine Führung durch das Gebäude stattfindet. Für 14$ kaufte ich mir eine Karte. Der „Garden“ besitzt ein Theater, eine Konzerthalle und die große Arena. Erstaunlich ist, dass selbst bei einem Rockkonzert im Theater unterhalb der Konzerthalle kein Ton zu hören ist. Wir besuchten nun die Luxussuites in der Arena. Leider nicht unsere Preisklasse. In der Arena werden die Heimspiele der Basketballer „New York Knicks“ und der Eishockeymannschaft der „New York Rangers“ ausgetragen. Es ist sogar möglich, beides an einem Tag durchzuführen. So schnell gehen die Umbauten von einer Eisfläche in ein Basketballfeld von statten.

Als nächstes wollte ich zur Brooklyn Bridge. Nach einer kurzen Metrofahrt besuchte ich allerdings zuerst das “Woolworth Building“. Dieses Gebäude ist bis jetzt das einzige in New York, das der Bauherr –Woolworth- in bar bezahlt hat. Immerhin 13,5 Mio.$. Da sieht man mal wieder, das man auch mit Pfennigartikeln viel Geld verdienen kann. Das Eingangsfoyer erinnert eher an ein Kirche als an ein Bürohochhaus. Auf einem Kapitel einer Säule ist Hr. Woolworth verewigt, mit einem Geldbeutel in der Hand bezahlt er sein Haus.

Nun unternahm ich das, was ich vor 2 Jahren versäumte. Zu Fuß über die Brooklyn-Bridge. ich merkte aber schnell, dass der halbe weg hinüber ausreicht, um den Fußweg über der Fahrbahn kennen zu lernen. Für viele ist sie die schönste Brücke, die je gebaut wurde. Sie wurde von dem Deutschen Konstrukteur John A. Roebling entworfen. Dieser aber starb kurz nach Baubeginn. Auch sein gelähmter Sohn Washington, der die Arbeiten vom Rollstuhl aus mit einem Fernrohr überwachte, erlebte die Eröffnung des Wunderwerks im Jahre 1883 nicht mit. Es verbindet seit dem Manhattan mit Brooklyn. Die Brücke liegt auf zwei Senkkastenpfeilern 40 Meter über dem Wasser. Der Spaziergang von einem zum anderen Stadtteil auf den Holzplanke des Mittelstreifens gehört zum klassischen Programm des New-York-Besuchers. Die 1883 vollendete Brooklyn Bridge war die größte und die erste aus Stahl gebaute Hängebrücke. Sie überspannte den East River zwischen Manhatten und Brooklyn. Der Ingenieur John A. Roebling hatte die Idee zu dieser Brücke, als er auf dem Weg nach Brooklyn mit der Fähre im zugefrorenen River steckenblieb. Der Bau beschäftigte 600 Arbeiter, dauerte 16 Jahre und kostete 20 Menschen das Leben.

So erreicht man die Brücke:

Manhattan – Seite: U-Bahn 4,5,6 bis Brooklyn Bridge – City Hall Brooklyn – Seite : U-Bahn A,C zur High Street, Brooklyn Bridge

Nach einem kurzen Aufenthalt mitten auf der Brücke machte ich kehrt. Ich fuhr dann wieder mit der Metro, diesmal zu „Grand Central Station“, dem Hauptbahnhof von New York. Da es gerade Feierabendzeit war, kann man sich bestimmt vorstellen, was hier auf dem Bahnhof los war. Ein einziges Gewusel von Menschen die kreuz und quer durch die riesige Wandelhalle hetzen. Eben diese Wandelhalle ist eine Augenweide. Alles aus Marmor, die Decke beinhaltet die Sternkreiszeichen als Beleuchtung. Bekannt aus vielen Filmen ist der mittig gelegene Fahrkartenschalter mit der Zentral angebrachten Uhr.

Nach diesem Kurzbesuch machte ich mich zu Fuß auf zum Times Square. Hier ging ich dann in die „Times Square Brewery“ (Brauerei) zum Abendessen. Auch freute ich mich auf ein schönes Bier.

Nach dem Abendessen war dann Schluss. Nicht nur für heute, sondern auch mit New York. Am nächsten Tag begann die eigentliche Rundfahrt.

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