7.Tag: Von Quebec nach Montreal

  • Tagesetappe über 255 km
  • Bundesstaaten: Quebec
  • Örtlichkeiten: Montreal, Isle de Notre Dame
  • Reiseroute auf Google Maps

Früh um 8 Uhr morgens starteten wir unsere Stadtrundfahrt durch Quebec. Unsere Reiseleiterin für die Rundfahrt war Cornelia, eine deutsche, die aber schon lange in der Nähe von Quebec lebt. Leider hatte sich das Wetter wieder verschlechtert. Im Bus war es ein schniefen und ein Schnäuzen. Auch ich wurde davon nicht verschont.

Als erstes bekamen wir noch ein paar Informationen über den St. Lorenz Strom. Dieser hat selbst 1000 km weit weg von der Mündung in den Nordatlantik noch eine Thiede von 3-4m. Er ist hier bei Quebec 30m tief und er ist der dritt längste Fluss Nord Amerikas. Hier in Quebec befindet sich die letzte Brücke über den Fluss vor dessen Mündung.

Unsere anschließende Stadtrundfahrt war wettermäßig sehr durchwachsen. Trotzdem konnten wir die wichtigsten Teile der Altstadt Quebecs zu Fuß erkunden. Ebenfalls besuchten wir die alten Vorstädte. Als letztes besichtigten wir –vom Bus aus- das Gelände um die Zitadelle und das Regierungsgebäude der Provinz Quebec. Gegen 11Uhr30 setzten wir unsere Tour in Richtung Montreal fort. Für viele von uns war der Aufenthalt in Quebec von nur einem Tag zu kurz, das ist aber leider das Los einer fest organisierten Tour.

Viel zu sehen gab es unterwegs nicht, es war ein typischer Bus Tag. Auch das schlechte Wetter machte uns zu schaffen. Einen Großteil der Strecke, von Quebec bis Drummondville, kannten wir sowieso schon vom Vortage. Von 13 bis 14Uhr machten wir Mittagspause an einer Art Raststätte (kein McDonald !!).

Gegen 15Uhr10 erreichten wir unser heutiges Ziel – Montreal. Der Austragungsort der olympischen Sommerspiele des Jahres 1976. Der Name der Stadt ist französischen Ursprung und bedeutet richtig ausgeschrieben „Mont Royal“ (dt. königlicher Berg).

Unseren ersten Besichtigungspunkt fuhren wir dann nach dem Abladen der Koffer am Hotel an. Hierbei handelte es sich um die sog. „Underground City“ (dt. Unterirdische Stadt). Wer sich hier ein einfaches Einkaufszentrum, das sich im Kellergeschoß eines Hochhauses befindet, vorstellt, täuscht sich gewaltig. Die Bezeichnung „Stadt“ wurde hier nicht umsonst gewählt.

Auf mehreren Ebenen und mit vielen Verbindungsgängen sind hier unter ganzen Straßenblocks verteilte Einkaufszentren. Wenn man, arglos wie Touristen manchmal sind, nach unten fährt und man nach dem Bummel wieder auf der Straßenebene ist, bemerkt man, dass es gar nicht so einfach ist, den Ausgangspunkt der „Expedition“ zu finden. Nicht alle Untergeschosse sind mit Gängen miteinander verbunden. Oft muss man einen Stock tiefer fahren, um dort unten den richtigen Weg ans Tageslicht zu finden. Trotz Vorwarnung von Henry haben wir uns verlaufen und wir mussten nach dem Weg zurück fragen. Am besten man merkt sich vor dem hinunter fahren ein markantes Bauwerk oder ein Geschäft an der Oberfläche.

Nach Einbruch der Dunkelheit machten wir unsere Abendrundfahrt durch die Stadt. Danach hatten wir Gelegenheit, am alten Hafen einen Spaziergang zu machen. Zum Abendessen begaben wir uns dann auf die Terrasse eines Restaurants, das ganz in der Nähe des Rathauses von Montreal lag. Dieses wird nach Einbruch der Dunkelheit mit verschiedenen Farben angestrahlt.

Nachdem wir dann alle wieder im Bus versammelt waren, ging unsere Fahrt über die Brücke „Pont Jaques Cartier“ auf die „Ile de Notre Dame“. Allen Formel 1 Fans ist diese Insel im St. Lorentz Strom ein Begriff. Hier findet nämlich jedes Jahr der Große Preis von Kanada statt. Wir wollten mit dem Bus eine Runde auf der Strecke fahren. Iphrain hat sich darauf auch schon gefreut. Aber leider war eine Absperrung im Wege und wir mussten umkehren. Jedoch kamen wir nicht weit. Iphrain machte wiederum kehrt und umfuhr einfach die Absperrung – wo kein Kläger, da kein Richter. So fuhren wir dann eine Runde mit dem Bus, vorbei am Casino, an der Boxenmauer und durch die Schikanen. Beängstigend, wie eng eine solche Strecke ist. Als Abschluss fuhren wir noch auf den Berg, der der Stadt den Namen gab, den Mont Royal. Das ganze beleuchtet Montreal lag vor uns.

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