14.Tag: Washington D.C.

  • Tagesetappe über 50 km
  • Bundesstaaten: Washington D.C., Virginia
  • Örtlichkeiten: Washington D.C., Arlington, Alexandria
  • Washington D.C. auf Google Maps

Der heutige, vorletzte Reisetag, begann um 9 Uhr morgens mit einer Stadtrundfahrt. Wir besuchten zuerst den in Virginia gelegenen Nationalfriedhof von Arlington im Bundesstaat Virginia. Dort konnten wir auch an die Gräber der Kennedys. Man kann die Grabstätte nicht verfehlen, man muß nur immer dem Besucherstrom folgen. Erstaunlich ist, daß fast 40 Jahren nach Kennedy´s Tod immer noch Menschen mit Tränen in den Augen an dessen Grab inne halten. Dieser Platz wurde ausgewählt, da Kennedy nur wenige Tage vor dem Attentat den Heldenfriedhof besuchte und von dieser Stelle aus einen Blick hinüber nach Washington warf. Dabei sagte er sinngemäß: „Hier ist es so schön, man möchte nie wieder von hier weg.“

Anschließend besuchten wir das „Lincoln Memorial“, das Korea- und das Vietnam Denkmal. Auf der geführten Tour kamen wir dann an die Vorderseite des „Weißen Hauses“. Gegenüber, auf der anderen Straßenseite befindet sich eine Art „Camp“, dass seit 19 Jahren von einer Frau Namens Conchita bewohnt wir, die gegen Atomwaffen und Kriege demonstriert. Es gibt allerdings einen Gerichtsbeschluss, dass wenn der Posten nicht besetzt ist, dieser entfernt werden muss. Die Dame hat dann eine Art Stellvertretung eingerichtet, damit sie wenigstens einmal am Tag ihren „Geschäften“ nachgehen kann. Leben tut die Frau von Spenden, die ihr zugesteckt werden. Informationsmaterial in mehreren Sprachen hat sie als Kopien bei sich.

Unsere Fahrt ging dann weiter zum Capitol, das wir dann zu Fuß umrundeten. Eine kleine Geschichte zum Capitol. Ganz oben auf der Kuppel brennt ein Licht, wenn der Senat oder der Kongreß länger wie die üblichen Geschäftszeiten tagt. Das Ritual stammt noch aus den frühen Jahren, damit wurde den daheim warteten Frauen signalisiert, dass die Männer später als üblich nach Hause kommen.

Nach Beendigung der Stadtrundfahrt machte ich mich dann alleine auf die Socken. Ich ging zuerst ins Museum für Luft und Raumfahrt. Im großen Empfangssaal ist ein Stück Mondgestein ausgestellt, dass man auch berühren kann. Hier wird Sicherheit mehr als groß geschrieben. Man darf nur einzeln herantreten und es ist immer Wachpersonal anwesend. Das Mondgestein fühlte sich an wie ein Stück einer Schieferplatte.

Als nächstes besuchte ich den grandiosen Bahnhof von Washington, der von außen gar nicht als solcher erkennbar ist. Vor dem Bahnhof steht eine Statue von Kolumbus, wenn man genauer hin sieht erkenn man, dass er in einen Bademantel gehüllt ist. Eine Anspielung auf die römische Bauweise, in der alle Gebäude errichtet sind.

Nach dem Bahnhof begab ich mich zum alten Postgebäude. Ein Lift führt hier hinauf in den Turm, so daß man einen schönen Blick über die „Mall“ vom Capitol bis zum Lincoln Denkmal hat.

Nun musste ich mich sputen, denn der Nachmittag verrann in großen Schritten. Zum Essen ging ich mal wieder ins Hard-Rock-Cafe´, dieses liegt neben dem bekannten Hauptquartier des „FBI“.

Den Tagesabschluss bildete unsere gemeinsame Fahrt nach Alexandria, dort gingen wir in einer kleinen Gruppe ein gemütliches Bier in einer Hausbrauerei trinken.

Print Friendly, PDF & Email