14.Tag: Von San Francisco nach Santa Barbara

  • Reise 1997 – Golden West
  • Tagesetappe über 576 km
  • Bundesstaaten: Kalifornien
  • Örtlichkeiten: Monterey, Cannery Row, 17-Mile Drive, Carmel

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Mit dem heutigen Tag brach unser letzter kompletter Urlaubstag an. Früh morgens, nach einem kleinen Frühstück in einem Supermarkt, ging die Fahrt nach Santa Barbara los. Leider war das Wetter anfangs nicht ganz so toll, wie wir uns das gewünscht hatten. Die ganze Küstenlinie bis Monterey lag in einem Dunst und Nebelschleier. In Monterey begann der bekannte „17-Miile Drive“. Es ist eine Art Naturpark, der sogar bewohnt ist. Aber wie so oft auf unserer Reise ist das Wohngebiet hier für unsere Geldbeutel kaum erschwinglich. An mehreren Stellen machten wir halt, um die Küstenlandschaft zu beobachten. Auf den Felsen vor der Küste tummelten sich viele Kormorane, Pelikane und Seehunde. In Monterey selbst befuhren wir die „Cannery Row“, die durch den Roman „Straße der Ölsardinen“ engl. „Cannery Row “ von John Steinbeck Bekanntheit erlangte. Im Grunde jedoch ist dies nichts anderes als eine Straße durch das Viertel, in dem sich die Fischfabriken befinden. Zu meiner Überraschung hieß die eine Firma genauso wie die Firma aus dem Film „Forrest Gump“, nämlich „Buppa-Gump Shrimps“. Was natürlich in keiner Gegend in den USA fehlen darf sind Golfplätze. Auch hier gab es jede Menge davon.

Weiter ging nun die Fahrt über den „17-Mile Drive“ auf dem Highway 1 in die Stadt Carmel. Wir nahmen wir unser Mittagessen in Form eines Buffet ein. Es ist übrigens die Stadt, in der der Schauspieler Clint Eastwood vor ein paar Jahren Bürgermeister war. Viele Prominente leben hier und nicht in Los Angeles, um dem Trubel der Großstadt zu entfliehen.

Nach dem Brunch ging die Fahrt in Richtung Santa Barbara weiter. Die Küstenstraße ist einfach Atemberaubend. Ungefähr 200 Kurven musste der Bus nehmen. Als wir die Hälfte der Strecke hinter uns hatten, wurden die Plätze getauscht. Diesmal nicht nach vorne, sondern seitlich. Jeder sollte einmal die Gelegenheit haben, sich die Klippen und den Abgrund zu betrachten. An mehreren Stellen machten wir Rast, damit man sich von der Kurvenfahrerei erholen konnte.

Am späten Nachmittag erreichten wir dann Santa Barbara. Ein schöner Ort mit einem kilometerlangen Sandstrand. Die vielen Bohrinseln, die vor der Küste lagen, störten das Bild jedoch nicht. Nach einem guten und reichlichen Abendessen trafen wir uns fast Alle an der Bar, um das Ende unserer Tour mit ein paar Drinks zu feiern. Des Weiteren begann sich hier in Santa Barbara unsere Gruppe langsam aufzulösen, den ein paar Leute blieben hier um noch einige Tage Badeurlaub anzuhängen. Als wir dann Feierabend machten bat uns unsere Reiseleiterin, die ausgeteilten „Mecker-oder Lobeslisten“ auszufüllen. Außerdem würde sie sich über ein paar private Zeilen in einem kurzen Brief sehr freuen. Fast alle kamen ihrem Wunsch nach.

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